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Gute Nachrichten für alle Wasserratten: Das Schwimmverbot auf der Aare zwischen Eichholz und Dalmazibrücke wird ab Pfingstsamstag, 23. Mai 2026, aufgehoben. Nach acht Monaten Bauzeit ist der erste grosse Schritt getan.

Die Aare öffnet pünktlich zur Saison

Ab Samstag, 23. Mai 2026 darf wieder in der Aare zwischen Eichholz und Dalmazibrücke geschwommen und geböötelt werden. Das Schwimm- und Bootsfahrverbot, das seit dem 22. September 2025 in diesem Abschnitt galt, wird damit rechtzeitig zu Pfingsten aufgehoben — und damit genau dann, wenn die meisten ohnehin das erste Mal ins Wasser wollen.

Warum war die Aare überhaupt gesperrt?

Hinter dem Schwimmverbot stecken zwei der grössten Bauprojekte, die Bern rund ums Wasser je gestemmt hat:

1. Gesamtsanierung Freibad Marzili (CHF 66.75 Mio.)

Das Marzili – Berns ikonisches Flussbad – wird nach rund 50 Jahren erstmals umfassend saniert. Die Stimmberechtigten hatten im Mai 2025 grünes Licht für den Baukredit gegeben. Seither wird in vier Etappen gebaut, jeweils im Winterhalbjahr, damit das Bad im Sommer trotzdem öffnen kann.

In der ersten Etappe (September 2025 bis Ende Mai 2026) wurden die Wasserbecken mit langlebigem Edelstahl ausgekleidet sowie Startblöcke und Sprungturm ersetzt. Und es gibt eine Neuerung, auf die sich viele freuen dürfen: Am südlichen Ende des Marzilis («Spitz») ist ein neuer Aarehafen geplant – eine dedizierte Anlegestelle für Gummiboote, damit Böötler und Schwimmende künftig weniger in Konflikt geraten. Die Baubewilligung dafür wurde im März 2026 erteilt; der Hafen entsteht in der letzten Bauetappe und soll zur Saison 2029 bereit sein.

Das Marzili öffnet voraussichtlich Ende Mai 2026, der genaue Termin hängt noch vom Bauverlauf und Wetter ab.

2. Hochwasserschutz «Gebietsschutz Quartiere an der Aare» (CHF 148.86 Mio.)

Parallel dazu lief der erste Bauabschnitt des grossen Hochwasserschutzprojekts. Rund ums Gaswerkareal wurde die Aare verbreitert, das Gelände mit Erddämmen erhöht und eine neue Schutz-/Sitzmauer entlang des Marzilibads errichtet. Der Kanton entnahm beim Schwellenmätteli rund 35’000 Kubikmeter Kies — damit die Aare bei Hochwasser besser abfliessen kann. Am Gaswerkareal selbst wird das Ufer ökologisch aufgewertet, mit abgeflachten Böschungen und neuen Ufernischen.

Das Gesamtprojekt läuft bis 2033 und sichert einen rund 6 Kilometer langen Aare-Abschnitt durch die Stadt. Mehr Infos dazu auf hochwasserschutz-aare-bern.ch.

Was ist ab 23. Mai möglich – und was noch nicht?

Ab Pfingstsamstag gilt:

  • ✅ Schwimmen zwischen Eichholz und Dalmazibrücke wieder erlaubt
  • ✅ Bootsfahren und Bööteln wieder erlaubt
  • ✅ Einstieg beim Schönausteg wieder zugänglich
  • ⏳ Freibad Marzili: Öffnung voraussichtlich Ende Mai (genaues Datum folgt)
  • 🚧 Bauarbeiten Marzili gehen weiter – noch bis 2029 in weiteren Etappen

Gut vorbereitet in die Saison

Wer nach der langen Pause wieder einsteigt, sollte kurz checken, wie die Aare gerade drauf ist. Wassertemperatur und Abfluss können sich rasch ändern – besonders im Frühling, wenn noch Schmelzwasser aus den Bergen kommt. Auf aare-bern.ch gibt es dazu immer aktuelle Messdaten, und auf /badesicherheit findest du die wichtigsten Sicherheitstipps.

Bei erhöhtem Wasserstand lieber einen Tag warten. Die Aare läuft nirgendwo hin.

Die Saison kann kommen

Was gerade an der Aare entsteht, ist mehr als ein Umbau: ein Marzili, das nochmals 50 Jahre hält, ein Flussufer mit mehr Natur und Platz, und ein Hochwasserschutz, der ganze Quartiere künftig besser schützt. Die Bauarbeiten gehen noch einige Jahre weiter – aber der schönste Teil der Aare öffnet pünktlich zur Saison.

Wir sehen uns am Wasser.